CORP 2004 & Geomultimedia04 Ed. / Hg.: Manfred
Schrenk, ISBN: 3-901673-11-2, www.corp.at 783
Regionale Innovation und dauerhafte Entwicklung in Europa
Das Beispiel der spanischen "ciudades del conocimiento"
Laura Garcia Vitoria
& André Jean-Marc LOECHEL
Arenotech, Europäisches Netz der digitalen Städte, www.arenotech.org,
Die Kartographie Europas, in deren Rahmen unsere Association heute
arbeitet, ermöglicht uns die semantischen Veränderungen auf
diesem Feld besser zu sehen und durch die Analyse der Programme lokale
Kollektivitäten zu entwickeln.
Gemeinschaftsprogramme, die in Spanien als "Städten des Wissens"
bekannt sind, erscheinen uns als sehr wichtig in der Entwicklung der
Verwaltung digitaler Bilddaten.
1 - EIN NEUER RAHMEN FÜR EIN NEUES KONZEPT
Was wir heute digitale Stadt nennen sind Kollektivitäten, in denen
die Innovation sich durch Polarität und Attraktivität charakterisiert.
Wie Nicos Komninos, Professor auf der Aristotle Universität von
Thessalonique, sagt, stehen wir neuen Prozessen gegenüber, nämlich
dem Mechanismus der Wechselwirkung zwischen digitalen Räumen und
Wissenssystem.
Eine solche Definition ermöglicht besser zu erkennen, was eine
Region heute tun muss. Es ist für unsere Philosophie wichtig zu
verstehen:
- wie Orte das Wissen bearbeiten und auch wie sie, als Institutionen,
helfen können eine bessere Struktur der Kenntnisse zu erarbeiten
- wie Wissensvermittlung solche Polaritäten gründen kann
- und auch - als eine sehr wichtige Frage für uns - wie eine
Stadt das besser ermöglicht, als andere
Jeder wird natürlich eine andere Antwort finden - es hängt
klar mit seiner Kultur und seiner geographischen Herkunft zusammen -
aber wir können einige wichtige Leitlinien geben:
- die zwei Leistungen der digitalen Stadt sind: eine Innovations-Ökologie
gründen und auch Wissen vermitteln, Formation organisieren. In
unseren Augen ist es zum Beispiel wichtig, dass das Internet hinsichtlich
Identität und Erbe der Region ein richtiges
Werkzeug wird.
- die digitale Stadt muss zuerst eine Wissens-Umwelt lehren und entdecken:
ohne diese nützen natürlich keine Seminare und keine
Marketing Angebote, Innovations - Inseln zu gründen.
- Was kollektives Lernen angeht, sind wir wenn wir lokalen Akteuren
zuhören immer erstaunt zu sehen, wie (zum Beispiel im letzten
CEBIT von Hannover), trotz der Arbeit von so vielen Innovations -
Netzen, die "guten Beispiele" - wie man in Brüssel
sagt - so wenig bekannt sind. Im Alltag, arbeiten die europäischen
Städte wenig miteinander. Aus diesen Gründen haben wir dieses
Jahr die Gründung einer europaïsche Stiftung. zum Ziel.
- die Werkzeuge für die Gründung einer solcher Wissens-Umwelt
fehlen auf fast allen Websites der europäische Gemeinschaften
(mit Ausnahme deutscher Regionen und der spanischen Städte).
2 - DAS SPANISCHE BEISPIEL
Anhand der spanischen Städte können wir ein Beispiel für
einen strategischen Plan geben.
So will Burgos im Jahr 2015 eine Stadt der Kenntnis sein, besonders
mit seinem Technopark. Bildung muss Heute und Morgen ein Leitmotiv für
die Gemeinden und Regionen sein. "Burgos Ciudad XXI" soll
ein Beispiel sein von "integracion sociolaboral" und "Ciudad
Real : Ciudad empressarial virtual".
Bilbao 2010 geht mit dem Programm vom Lebenslangen Lernen in dieselbe
Richtung, er sieht in der Gründung in Zorrozaurre einen Raum der
Zukunft innerhalb einer "Stadt der Innovation und der Kenntnis".
Der Plan "Coruna, Ciudad del Conocimiento" zielt mehr auf
die Dimension der elektronische Verwaltung.
"Sevilla 2010" nennt sich auch "Stadt der Innovation
und der Kenntnis", zeigt sich aber viel ehrgeiziger: sein historisches
Zentrum soll schon dieses Jahr mit der Wiederherstellung von fünfzehn
Gebäuden ein Quartier "der neuen Ökonomie des Wissens"
werden.
Man findet denselben Ehrgeiz in Huelva, das sich in die "Stadt
des Wissens, Stadt der Kenntnis" verwandeln will.
In Saragossa, mit dem Plan "Zaragoz@ccessible", kann man denselben
Willen einer Entwicklung als "ciudad del conocimiento" erkennen.
Dasselbe in Sabadell, bei Barcelona, mit seinem "Plan für
die Gesellschaft der Information und der Kenntnis": die Gemeinde
hat eine "Stiftung der Informationindustrien" für die
Entstehung der Unternehmer der Zukunft gegründet und gleichzeitig
ein Institut für Studium und Forschung für Neuerungen eingeführt.
Für den Plan "Sabadell 2010", ist die digitale Stadt
überhaupt eine konkurrenzfähige Stadt.
Getafe, bei Madrid, hofft durch eine solche Philosophie einen Qualitätsplan
für die Verwaltung der Gemeinde erstellen zu können.
Mit "eDonosti.net", setzt sich San Sebastian in ein Urban
Projekt ein, mit dem Hauptziel die Kreativität zu fördern.
Elche versucht auf seiner Seite die elektronische Verwaltung als Instrument
für die Stadtplanung zu ändern.
Grenada will sein städtisches Institut mit einem Center für
neue Technologien bilden.
Jerez de la Frontera, bei Cadix, hat eine virtuelle Arbeitsbörse
gegründet, aber auch ein virtuelles Amphitheater für Fernbildung.
"Leon Ciudad Digital" will die Planung seiner Entwicklung
in dieselbe Richtung führen.
ZUSAMMENFASSUNG
Dieses Panorama müssen wir natürlich für eine Publikation
über dieses Thema in den nächsten Monaten konkretisieren.
Unsere italienischen Kollegen haben schon viel an dem Konzept gearbeitet,
vor allem in Mailand. Das ist aber auch in Spanien der Fall, wo vor
einigen Monaten ein Workshop in Villafranca stattgefunden hat. Es fehlt
allerdings noch eine globale Vision für Europa.
Die territoriale Intelligenz soll nicht nur ein Wort, sondern ein ganz
konkretes Arbeitsfeld für die Geschichte wie auch die Zukunft unserer
Stadtplanung sein.
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